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Unsere
persönliche Einschätzung
Die Riffe der südlichen (und nördlichen) Coral Sea
sind am weitest entfernt vom Festland und waren vor vielen
tausend Jahren Berge des australischen Festlands.
Hier draussen ist die Sicht ist entsprechend fantastisch,
30 bis 40 Meter im Durchschnitt, manchmal mehr.
Die Touren gehen ab Townsville, die Fahrtzeit zum ersten
Ankerplatz liegt in der Regel bei 12 Stunden. Die Fahrt
ist oft rauh, man sollte seefest sein. Bei Fahrten in die
südliche Coral Sea wird auch das bekannte und wirklich
tolle Wrack der Yongala besucht.
Tauchen
in der südlichen Coral Sea ist eher für etwas
fortgeschrittenere Taucher geeignet. Für Anfänger
kann das Tauchen hier schon mal etwas anstrengend sein.
Wenn Ihr nicht sicher seid, wo Ihr Euch einordnen sollt,
wendet Euch per Email an uns.
Jahreszeit für die Coral Sea: Im Durchschnitt der
Monate blässt der Wind in der südlichen Coral
Sea 5 Knoten schwächer als in der nördlichen Coral
Sea. Deshalb sind Tauchfahrten ganzjährig möglich
- zwischen April und August kann es aber doch etwas rauher
werden. Die beste Zeit ist zwischen September und Januar.
Wo sind die südlichen Coral Sea Riffe?
Die südliche Coral Sea ist erreichbar von Townsville
(ca. 300 km südlich von Cairns). Die Riffe liegen ca.
230 Kilometer vom Festland enfernt und damit ausserhalb
der Reichweite von Tagestrips.
Wie kommt man hin und wie lang sind Tripps?
Zur Zeit haben wir keine Empfehlung für gute Exkursionen.
Seit 2006 gibt es keine wirklich hervorragenden Tauchkreuzfahrten
mehr aus Townsville. Es gibt Tagestripps die allerdings
sehr Wetterabhängig sind. Wir empfehlen Buchungen nur
vor Ort vorzunehmen, wenn die Wettersituation eindeutig
ist.
Was gibt es zu sehen an den südlichen Coral Sea
Riffen?
Die
Riffe der Coral Sea sind anders als die am Great Barrier
Riff. Sie sind die "Oasen" des ansonsten nährstoffarmen
Pazifiks. Die Riffe steigen aus Tiefen von über 1000
Metern bis kurz unter den Meeresspiegel auf und trotzen
hier der unaufhörlichen Gewalt des Meeres. Die Sichtweiten
liegen bei 30 Metern und mehr.
An solch exponierten "Raststätten" in der
Mitte des Pazifiks kann man natürlich alle großen
und kleinen Raubfische, einzeln und in gigantischen Schwärmen,
beobachten. Hier trift man auf die "Großen"
wie Silberspitzenhaie, Hammerhaie, Riesenstachelrochen und
Schwärme von Barrakudas. Auch die Chancen Mantas und
Adlerrochen zu sehen sind gut.
Nachts wird in der Regel in den flachen und geschützten
Lagunen der Riffe geankert. Dies sind die Brutstätten
und "Kinderstube" für tausende von Fischarten.
Geschützt durch Löcher und Höhlen im porösen
Korallenkalk wächst hier der Nachwuchs vom Haifisch
bis zur Seeschildkröte in relativer Sicherheit heran.
Die Riffe der Coral Sea sind außerdem bekannt für
ihre gigantischen Fächer- und Weichkorallen, die bis
zu 4 Meter groß sind. Die Coral Sea wird keinen Taucher
enttäuschen!
Tauchbedingungen an den südlichen Coral
Sea Riffen
Gute Sicht fehlt in der Coral Sea nicht. Man kann im Durchschnitt
mit 40 Meter Sicht rechnen. Sicht und mehr. Man taucht hier
an Riffwänden die ca. 100 Meter und mehr gerade in
die Tiefe gehen.
Bei guten Strömungen werden "Drift Dives"
angeboten: Man schwebt mit der Strömung am Riff entlang
und wird vom Schiff dort abgeholt, wo man den Tauchgang
beendet. wieder ab.
Tauchplatzbeschreibungen (eine Auswahl)
Es gibt allein am Flinders Reef eine grosse Anzahl an
erstklassigen Tauchplätzen. Schliesslich hat man allein
hier eine Fläche von ca. 1000 km2 Riff!
Man findet an einigen Riffen Fächerkorallen vor, die
bis zu 5 Meter gross sind. Ganz besonders in diesem Teil
der Coral Sea sind viele Tauchgänge an Riffwänden.
Einige dieser Tauchplaetze sind Anfang 2002 von Korallenbleiche
stark betroffen worden. Es gibt aber (zum Glück!) noch
ausreichend gute Tauchplaetze.
- Herald Cay & Dart Riff sind wesentlich kleiner
als Flinders und werden abhängig von den Wetterbedingungen
angefahren
- Scuba Zoo, Flinders Reef, ist einer der Höhepunkte
in der Coral Sea, hier ist die berühmte Haifütterung.
Silberspitzen, Graue Riffhaie und natürlich auch
die kleinen Weisspitzenhaie sind dabei wenn es rund geht.
- Flinders Cay: Eine wunderschöne Sandinsel.
Hunderte von Seevögeln und Schildkröten (Oktober
bis Mai) nisten hier. In der Lagune von Flinders Cay gibt
es tolle Tauchplätze. Einfaches Tauchen in der Lagune
an kleinen und grossen Korallenhügeln um die herum
man 'zig Arten von tropischen Fischen findet. Den Nachttauchgang
hier sollte man nicht auslassen.
Das
Wrack der Yongala: "Yongala" ist ein Wort
aus einer Aboriginesprache und bedeutet "großes
weites Wasserloch". Die SS Yongala ist 110 m lang
und sank 1911 in einem Wirbelsturm. Sie wurde erst 1958
in Küstennähe, südlich von Townsville,
von Captain Bill Kirkpatrick entdeckt und steht seit dem
unter Denkmal- und Naturschutz.
Denkmalschutz wegen der Vielzahl an historischen Gegenständen
und vereinzelten Skeletten. Naturschutz, weil sich um
die Hülle der Yongala ein fantastisches Korallenriff
angesiedelt hat, das Heimat für Riesenrochen, Riesenzackenbarsche
(Grouper), Adlerrochen, Schwärmen von Makrelen,
Barrakudas und dem sonstigen Aufgebot an bunten Riff-Fischen
geworden ist.
Die Yongala liegt ca. 8 Km vor der Küste in ungeschütztem
Wasser. Das Wrack liegt zwischen 30 und 18 m Tiefe und
kann mit Tauchcomputern bequem in Nullzeittauchgängen
erkundet werden. Denoch ist die Yongala kein Tauchgang
für Anfänger. Oft gibt es starke Strömungen
und die Wasseroberfläche ist häufig sehr bewegt.
Die
Yongala liegt auf sandigem Boden im tiefen Blau. Deshalb
ist sie so anziehend für viele Meeresbewohner,
die hier im Schutze des Wracks leben und andere, die
zum Fressen herkommen. Riesige gefleckte Stachelrochen,
oft auch Adlerrochen schweben über der Yongala.
Man sieht auch viele Thunfische, Schildkröten,
Seeschlangen, Barrakudas und mehr. Auch das Korallenwachstum
an der Yongala ist faszinierend, Weich-und Hartkorallen
'zig verschiedener Arten gibt es hier zu bestaunen.
Es gibt soviel zu sehen an der Yongala, dass ein Tauchgang
nicht genug ist. Selbst "Truk" erfahrene Taucher
bekräftigen, daß man die Yongala auf keinen
Fall auslassen darf.
Besondere saisonale Ereignisse an den südlichen
Coral Sea Riffen
- November: Coral Spawning (Korallenblüte) Auch
"Sex on the reef" genannt. Die Korallen stossen
in einer Nacht Eier und Sperma ab. In der Regel passiert
hier bei uns am Great Barrier Reef jedes Jahr, ungefähr
4 Nächte nach dem ersten Vollmond im November. Man
kann es wirklich sehen! Man muss nur von Nahen schauen..
Ein Farbenspetakel, wie man es besser nicht haben kann,
gerade bei Nachttauchgängen. Es sind natürlich
auch jede Menge Meeresbewohner unterwegs, für die
diese Nacht einem Festessen gleicht! Noch tagelang danach
sehen wir an der Wasseroberfläche die braune "Suppe"
in Streifen-und Pfützen schwimmen.
Unterkunft und Touren
Unterkunft, Touren und generelle Infos zur Umgebung sind
unter Townsville
und unter Cairns
zu finden.
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