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Unsere
persönliche Einschätzung
Die Riffe der nördlichen (und südlichen) Coral Sea
sind die am weitest entfernten vom Festland und waren vor
vielen tausend Jahren mal Berge des australischen Festlands.
Sie steigen aus Tiefen von mehr als 1000 Metern empor bis
wenige Meter unterhalb der Wasseroberfläche.
Die Sicht ist entsprechend fantastisch, 30 bis 40 Meter
im Durchschnitt, manchmal sogar mehr.
Tauchen in der Coral Sea ist eher für etwas fortgeschrittene
Taucher. Für Anfänger ist das Tauchen zwar auch
hier sicher aber es kann schon mal sehr anstrengend sein.
Wenn Ihr nicht sicher seid, wo Ihr Euch einordnen sollt,
wendet Euch an uns.
Jahreszeit für die Coral Sea: Ganzjährig möglich,
zwischen April und August kann es aber besonders rauh werden.
Die beste Zeit ist zwischen September und Januar.
Wo sind die nördlichen Coral Sea Riffe?
Ab Cairns und/oder Port Douglas gehen die Exkursionen los.
Die nördliche Coral Sea ist (mit ca. 350 km) noch weiter
weg vom Festland als die Ribbon Reefs. Die Riffe der Coral
Sea sind damit ausserhalb der Reichweite von Tagestripps.
Wie kommt man hin und wie lang sind Tripps?
In die nördliche Coral Sea kommt man nur mit den Live
Aboard Schiffen. Die nördliche Coral Sea ist von Cairns
und Port Douglas erreichbar. Von hier wird das nördlicher
liegende Osprey Reef sowie Holmes Reef und Bougainville
Reefs angefahren.
Fahrtzeiten liegen zwischen 12 und 18 Stunden. Die Fahrt
in die Coral Sea ist oft rauh und man sollte seefest sein.
Wichtig ist die Wahl des Schiffes, dabei helfen wir Euch
gern. Wir haben Trips in die Coral Sea mit allen Schiffen,
die dort hinfahren "überlebt" und es waren
so manche wirklich heftige Fahrt dabei!
Trost: Sobald man dort ankommt, ist das alles vergessen
und
das Tauchen entschädigt einen wirklich!
Man muss mindestens eine 4 Nächte/5 Tage Exkursion
einplanen um in der nördlichen Coral Sea zu tauchen.
Kürzere Trips gibt es aufgrund der grossen Entfernung
nicht. Noch besser sind sieben-Tagestripps, wo man einfach
mehr Tauchzeit an den guten Plaetzen bekommt. Oft werden
Kombinationen von Tauchen an den Ribbon Reefs und in der
Coral Sea angeboten. Die sind ideal, da man von jedem etwas
zu sehen bekommt.
Was gibt es zu sehen?
Die Riffe der Coral Sea sind anders als die am Great Barrier
Riff. Sie sind die "Oasen" des ansonsten nährstoffarmen
Pazifiks. Die Riffe steigen aus Tiefen von über 1000
Metern bis kurz unter den Meeresspiegel auf und trotzen
hier der unaufhörlichen Gewalt des Meeres.
An solch exponierten "Raststätten" in der
Mitte des Pazifiks kann man natürlich alle großen
und kleinen Raubfische, einzeln und in gigantischen Schwärmen,
beobachten. Hier trift man auf die "Großen"
wie Silberspitzenhaie, Hammerhaie, Riesenstachelrochen und
Schwärme von Barrakudas. Auch die Chancen Mantas und
Adlerrochen zu sehen, sind gut.
Nachts wird in der Regel in den flachen und geschützten
Lagunen der Riffe geankert. Dies sind die Brutstätten
und "Kinderstube" für tausende von Fischarten.
Geschützt durch Löcher und Höhlen im porösen
Korallenkalk wächst hier der Nachwuchs vom Haifisch
bis zur Seeschildkröte in relativer Sicherheit heran.
Die Riffe der Coral Sea sind außerdem bekannt für
ihre gigantischen Fächer- und Weichkorallen, die bis
zu 4 Meter groß sind. Die Coral Sea wird keinen Taucher
enttäuschen!
Tauchbedingungen an den nördlichen Coral Sea Riffen
Da die Riffe aus 1000 und noch grösseren Tiefen kommen,
und das Wasser warm und klar ist, ist es sehr verlockend
zu tief zu tauchen. Hier ist Erfahrung und Selbstkontrolle
gefragt! Die besten Tauchtiefen liegen zwischen 15 und 25
Metern.
Sehr oft gibt es mittlere bis starke Strömungen.
Dann werden "Drift Dives" organisiert wo man ohne
Anstrengung an den Riffwänden entlanggleitet. Am Ende
wird man vn einem Begleitboot wieder augenommen.
Für weniger erfahrene Taucher, sind die Ribbon Riff/
Coral Sea Kombinationen sehr gut. Man kan kann sich zuerst
an den Ribbon Reefs "warm tauchen" und ist dann
schon routinierter, wenn es in die Coral Sea geht.
Tauchplatzbeschreibungen (eine Auswahl)
Die 3 grossen Riffesysteme in der nördlichen Coral
Sea Osprey Reef, Holmes Reef und Bougainville Reef habben
alle sehr individuelle Eigenschaften:
Osprey
Reef: Das Osprey Reef hat mit die besten Wände
in der Coral Sea. Haifischbegegnungen bestimmt nicht auszuschliessen!
Dieses Riff steigt aus 1000 m Tiefe senkrecht bis
an die Oberfläche und ist Treffpunkt für Raubfische
aller Art und Größe. Haifischfreunde kommen
hier auf ihre Kosten.
Der Tauchplatz "North Horn" ist einer von
Australiens besten Hai-Revieren. Hier stossen zwei Meeresströmungen
aufeinander, die ekonstante Fisch-"action"
garantieren. Man kann meistens 5 verschiedene Haifischarten
sehen. Außerdem gibt es hier Schwärme von
Barakudas und Thunfischen zu bewundern. Nachttaucher
sollten auf die seltenen Blitzlichtfische (Flashlight
fish) achten. Das Osprey Reef zählt zu unseren
Lieblingsplätzen.
- Holmes
Reef ist Heimat der grösseren Fische (Haie, Maori
Wrasses, Rochen, etc). Die Steilwände und Drop-Off's
sind atemberaubend hier. Einer der spektakulärsten
Tauchplätze ist "The Abyss", eine Riffwand
die aus 1000 Meter Tiefe empor kommt. Ein Lieblingsplatz
für Grossfische. Sollte man die Haie am "Abyss"
verpassen, gibt es diese spätestens bei dem Tauchplatz
"Predators playground", wo eine Haifütterung
stattfindet.
Aber auch Tauchplätze wie "Nonki" beeindrucken
schon mit ihrer Formation (wie ein Zuckerhut aus der
Tiefe) und auch aufgrund der unglaublichen Artenvielfalt.
Bougainville
Reef ist ca. 130 Kilometer nördlich vom Holmes
Reef. Es ist wesentlich kleiner und hat nur eine beschränkte
Auswahl an Ankerplätzen. Ein grosses System an Tunneln
und Schluchten bieten eine einzigartige Rifftopographie.
Leider ist Bougainville Reef sehr wetteranfällig
und kann nur bei relativ ruhiger See angefahren werden.
Natürlich fehlen die spektakuläre Drop-offs
mit wunderschönen Weichkorallen und riesigen Gorgonien
nicht und Hai- und Grossfischfreunde werden auch nicht
zu kurz kommen!
Besondere saisonale Ereignisse in der nördlichen
Coral Sea
November: Coral Spawning (Korallenblüte)
Auch "Sex on the reef" genannt. Die Korallen
stossen in einer Nacht Eier und Sperma ab. In der Regel
passiert hier bei uns am Great Barrier Reef jedes Jahr,
ungefähr 4 Nächte nach dem ersten Vollmond im
November. Man kann es wirklich sehen! Man muss nur von Nahen
schauen.. Ein Farbenspetakel, wie man es besser nicht haben
kann, gerade bei Nachttauchgängen. Es sind natürlich
auch jede Menge Meeresbewohner unterwegs, für die diese
Nacht einem Festessen gleicht! Noch tagelang danach sehen
wir an der Wasseroberfläche die braune "Suppe"
in Streifen-und Pfützen schwimmen.
Dieses Ereignis startet eine Nahrungskette und zieht sehr
oft grosse Tiere wie Walhaie und Mantarochen an.
Tauchkreuzfahrten in die nördliche Coral Sea
Unterkunft und Touren
Unterkunft
und Touren und generelle Infos zu dieser Umgebung sind in
den Länder-Sektionen zu
Cairns-Port Douglas und Daintree-Cape
York zu finden.
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