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Reiseziele / Mikronesien / Chuuk

Thorfinn Oddysea Chuuk Accommodation Chuuk ist in Europa eher bekannt unter dem früheren Namen Truk. Offiziell wurde der Name vor ein paar Jahren auf den einheimischen Namen Chuuk geändert. Zusammen mit Yap, Kosrae und Pohnpei bilden die Inselgruppen die Federated States of Micronesia.
Die Chuuk Gruppe besteht aus 7 Hauptinseln. Sie liegen innerhalb der Eastern Caroline Islands. Chuuk State, zusammen mit den Ausseninseln, kommt nur auf 128 km2 Fläche, hier leben knapp 50.000 Menschen.

Die vielen Inselchen innerhalb dieses riesigen Atolls sind ein wahrer Südseetraum. Chuuk Lagoon hat 15 Inseln umgeben von einem fast 224 km langen Barriere Riff. Weno, Tol, Tonoas, Fefan und Uman sind die grössten und am dichtesten besiedelten Inseln. Die restlichen Inseln sind teilweise nur etwas grössere Sandflecken mit ein paar Kokospalmen drauf.

Die höchsten Insel in der Mitte der Chuuk Lagoon, sind die Überreste eines längst erloschenen Unterwasservulkans, die äusseren Riffinseln, sind die Reste des Vulkankraters. Die Lagune hat in der Mitte eine Tiefe von ca. 100 Metern. Besucher sind von der natürlichen Schönheit der Lagune überwältigt. Taucher werden davon und nicht zuletzt von den Wracks angezogen. Chuuk beherbergt die grösste Ansammlung von Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg, die es auf der Welt gibt.


Anreise

Geographisch liegt Chuuk Lagoon 1000km südöstlich von Guam, 1200km nördlich von Papua Neuguinea und 9600km südwestlich von Los Angeles.

Weno, ist die Hauptstadt von Chuuk. Continental Micronesia fliegt 4 mal pro Woche von/nach Guam. Liveaboard Exkursionen sind so abgestimmt, dass man einen Flug gut mit einem Tauchtripp koordinieren kann.

Guam hat täglich Flüge von/nach Tokio, USA und 2 x wöchentlich nach Cairns. Asiana fliegt taeglich von Seoul nach Guam mit Anschluss zu den Inseln.

Damit bestehen direkte Verbindungsmöglichkeiten nach Südostasien bzw. Europa.

Klima

Chuuk hat ein warmes, tropisches Klima. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis April; wenn es trockener ist. Von April bis Dezember ist offiziell Regenzeit mit den höchsten zu erwartenden Niederschlägen zwischen Juli und Oktober. Wie mit allen tropischen Regionen kann man sich darauf leider nie verlassen. Es kann genausogut i Dezember regnen, wie dass es im August trocken ist.

Nach ein paar Regenschauern scheint die die tropische Sonne immer wieder. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen bei 26-32 Grad, die Wassertemperaturen im Jahresdurchschnitt bei 28-29 Grad.

Geschichte & Kultur

Chuuk's Geschichte geht weit zurück zu spanischer Herrschaft, die nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg um ungefähr 1890, von den Deutschen übernommen wurde. Später, nach dem 1. Weltkrieg lösten die Japaner die Deutsche Kolonialzeit ab.

Die Japaner haben in Chuuk innerhalb wenigen Jahren eine grosse Militär Basis aufgebaut. Oftmals waren bis zu 1000 Handels- und Kriegsschiffe vor Anker in der Lagune. Fünf Flugplätze mit bis zu 500 Flugzeugen waren hier stationiert und einsatzbereit. Die tiefe Lagune mit hochaufragenden Bergen und einem schützenden Aussenriff, waren ideal. Chuuk Lagoon war während dieser Ära Japans bestgeschützter und bestausgerüsteter Stützpunkt im Pazifik. Patroullien-, Torpedo-Boote, Unterwasserschiffe, Schleppkähne, Schlachtschiffe und Minenboote waren hier in grosser Zahl vertreten. Eine beeindruckende Präsenz der Japaner im Pazifik.

Chuuk war eine "Festung", die die Japaner in falscher Sicherheit wiegte. Die Amerikanische Marine bombardierte zunächst sämtliche Nachschub Schiffe, auf dem Weg von Japan nach Chuuk. Im Februar 1944 überraschten die US Truppen, die angeschlagene Militärbasis der Japaner mit einer gutgeplanten Attacke "Operation Hailstone", die die Japaner völlig überrumpelte. Eine weitere Attacke folgte im April 1944 und zerstörte die Basis restlos, dabei wurden 70 Schiffe und 400 Flugzeuge zerstört oder sanken in die Tiefe der Lagune.

Für die heutigen Taucher ist Chuuk somit ein begehrtes Tauchziel geworden. Die Truppen auf Chuuk ereilte der Hungerstod bevor dem eigentlichen Waffenstillstand in 1945. 20 Jahre später wurden die historischen Schätze von Abenteuer-Tauchern wie Jacques Cousteau, Al Giddings und Klaus Lindemann entdeckt - ein riesiges Kriegsmuseum unter Wasser, bedeckt und bewachsen von Korallen; groteske Behausungen für viele Meerestiere, von frappierender Schönheit.

Tauchen

Ohne Zweifel sind die historischen Relikte, die in der Truk Lagoon vor fast schon 60 Jahren zur letzten Ruhe gekommen sind, die unumstrittenen Hauptattraktionen. Die WWII Wracks liegen über 77 Quadratmeilen Fläche verstreut und haben sich zu wunderschönen Korallenriffen entwickelt.

Bunte Korallen- und tropische Fische vieler Arten, "teilen" mit Grossfischen den Maschinenraum oder das Cockpit eines Jagdbombers. Dazwischen sieht man graue Riffhaie und andere Raubfische, die darauf warten, bis die "richtige" Beute vorbeischwimmt.

Wracktaucher, die ihr Hobby mal so richtig ausleben möchten, werden hier nicht mehr wegwollen!


Hier eine Auswahl der besten Wracks:

  • Die Fujikawa Maru Ob man nun ein ausgesprochener Wrack-Fanatiker ist oder nicht, die Fujikawa Maru ist das absolute Top-Erlebnis. Ein Überangebot von Weich- und Hartkorallen, Annemonen und Federsterne bedecken den Bug und die Kanonen am Heck. Schnell gehen die Filme aus, wenn er sich beim Fotografieren nicht bremst. Im Schiffsrumpf liegen die grössten Schätze. Zum Beispiel im Laderaum sind noch völlig intakte Kampfflugzeuge, die sogenannten "Zero fighters". Auch der Maschinenraum ist beeindruckend, doch darf man dort nur mit einer besonderen Erlaubnis tauchen. Tiefe des Wracks: 9 bis 34 Meter.

  • Das I-169 U-Boot Während dem Auftanken von Proviant im April 1944 kam eine Bomben-Angriffswarnung durch. Zur Sicherheit tauchte die I169 auf den Meeresboden der Lagune. Das U-Boot tauchte nie mehr auf. Wie ein Taucher danach entdeckte, war eines der Sturmventile offen und der Kontrollraum überflutet. Eine Bergung misslang, die gesamte Mannschaft kam um. Die Japaner der 6th Flotte hattn das U-Boot in Erwartung der bevorstehenden Invasion durch die Amerikanischen Streitkräfte, in die Luft gejagt. Doch sind noch einige interessante Teile des U-Boots-Wracks vorhanden, z.B. der Kommando-Turm.

Stetige starke Strömung durch die grosse Lagune sorgt für ausreichend Nahrung für ein gesundes Marine Öko-System. Die Strömungen gehen vorbei an den verstreut liegenden Inseln durch grosse Riff-Passagen, aufs Meer und zurück. Viele der Wracks sind direkt in einer der Riff-Passagen oder in deren Nähe gesunken. Hier gibt es aufgrund der natürlichen Gegebenheiten eine enorme Artenvielfalt von Hart- und Weichkorallen. Am Aussenriff findet man buchstäblich Berge von Korallen, so weit das Auge reicht und Drop off's in den Pazifischen Ozean. Hier fühlen sich die Haie wohl!

Sonstige Aktivitäten

Chuuk's Zentrum ist Weno, wo man als Besucher aus erster Hand "a taste of island life" erleben kann. Zum Beispiel beim Besuch von einheimischen Tante Emma Lädchen wo man alles kaufen kann von Petroleum-Herden angefangen, bis zu Damenbekleidung und Handarbeiten.

Eine gute Aussicht auf die Lagune bekommt man, wenn man den alten Leuchtturm erklimmt, der von der japanischen Armee erbaut worden ist. Oder Truk Continental besichtigt, umgeben von Kokospalmen mit einem wunderschönen Blick über die Lagune nach Dublon Island, wo früher das Militär-Hauptquartier der Japanischen Armee untergebracht war.
Die Zeit scheint auf den Inseln stehen geblieben zu sein. Das Leben ist einfach. Man lebt im Einklang mit der Natur, und die Natur ist üppig. Die tropische Vegetation bietet genug Nahrung, der Fischfang ist reichlich. Es gibt noch viele Insel-Bewohner, die nur von Subsistenz-Landwirtschaft leben. Andere sind sehr geschickte Holzschnitzer (ganz berühmt Chuuk's Love Sticks) und verdienen damit ihren kleinen Lebensunterhalt.

Die tropische Vegetation der Inseln hat nicht nur eine farbenprächtige Fauna & Flora, hier findet man auch seltene tropische Vögel und viele Vögel aus kalten Klimazonen, die hier die kalten Wintermonate von gemässigteren Klimazonen, verbringen.

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