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Madang, ein kleines Städtchen, wird nicht umsonst auch
"Perl of the South Pacific" genannt. Es ist wirklich
eine wunderschöne kleine Stadt mit einem bunten interessanten
Markt und einem Kulturmuseum. Man kann hier schöne
Schnitzereien preiswert einkaufen.
Vor ca. 100 Jahren war dieser Ort ein Sumpfgebiet, das die
deutschen Kolonialbehörden in ein Verwaltungszentrum
umwandeln wollten. In jahrelanger Arbeit wurde das Gebiet
entwässert und zu dem Kleinod hergerichtet, den die
Stadt heute darstellt.
Heute ist Madang besonders interessant für Taucher,
die wegen der Vielfalt der Tauchspots hierherkommen. Aber
auch für Gruppen oder Paare bei denen nicht alle Taucher
sind, ist Madang ein idealer Urlaubsort. Madang ist ein
idealer Platz auch mal auf eigene Faust mit dem Mietwagen
die umgebenden Dörfer und Buchten zu erkunden. Madang
hat viele leicht erreichbare Tauchplätze und ist ausserdem
der Ausgangshafen zu vielen abgelegenen Ausseninseln und
-Riffen.
600km nördlich von Madang liegen einsam in der Bismarcksee
die Inseln um die Haupt Insel Manus. Die Bevölkerung
in Manus ist sehr freundlich, aber aufgrund der entlegenen
Geographie kommen nur wenige Besucher hierher. Eine Tauchbasis
gibt es dort nicht. Einige der Tauchkreuzfahrtschiffe fahren
jedoch sporadisch Riffe im Süden der Inselgruppe an.
Anreise
Madang liegt an der Nordküste von PNG, ca. 60 Minuten
Flugzeit von Port Moresby. Air Niugini hat täglich
2 Flüge von Port Moresby nach Madang mit der Fokker
F28.
Madang kann auch von Lae, Mt Hagen, Goroka und Wewak erreicht
werden.
Manus kann ebenfalls täglich mit dem Flugzeug erreicht
werden. Für Taucher beschränkt sich die Erreichbarkeit
auf eine handvoll Expeditionen im Jahr, die aber in Madang
beginnen und enden.
Tauchen um Madang
Anfänger und fortgeschrittene Taucher sind gut aufgehoben
in Madang. Anfänger sollten in eines der Tauchresorts
gehen. Für fortgeschrittene Taucher sind Resorts eine
gute Basis, zusätzlich gibt es aber auch noch die Option
auf ein Tauchkreuzfahrtschiff zu gehen und damit auch in
abgelegeneren und strömungsreicheren Gegenden zu tauchen.
Das Tauchen ist ganzjährig möglich. Juli bis September
sind die trockenen Monate, November bis Mai ist Regenzeit
mit sporadischen Gewittern. Die Wassertemperaturen liegen
konstant bei 28-30 Grad.
Das Tauchgebiet um Madang ist riesig und abwechslungsreich.
Die ganze Palette tropischer Fische, jede Menge Korallenarten
und enormes Artenreichtum an Nacktschnecken kann man hier
sehen. Es gibt eine ganze Menge interessante Wracks aus
dem 2. Weltkrieg und auch Schiffswracks neuerem Datums.
Viele der Wracks liegen um die 15-20 Meter Tiefe, damit
also auch gut erreichbar für nicht so erfahrene Taucher.
Die Tauchkreuzfahrtschiffe haben sogar noch mehr Auswahl
an Tauchspots, da sie weiter die Nordküste hochfahren
können als die Tagesschiffe der Tauchresorts.
Der Radius der Tageschiffe erlaubt aber kurze Bootstrips
zu vielen guten Plätzen. Das Jais Aben Resort hat hier
die gute Tauchbasis, nur 20 km nördlich von Madang.
Auch für Gäste, die in Madang unterkommen ist
diese Tauchbasis unser erster Tipp.
Some of the dive sites visited by day boats:
Tauchplätze in der Nähe von Madang (eine Auswahl)
- 25
Bomber Flugzeugwrack - Im Hafen von Madang liegt in
20 Meter Tiefe eine noch vollständig intakte B 25.
Das Flugzeugwrack ist von Korallen in allen erdenklichen
Farben überwuchert. Im Cockpit kann man die Instrumente
des Flugzeugs betrachten, im Flugzeugrumpf sieht man ausserdem
noch gut erhaltene Munition und Bomben.
- Magic
Passage - Wie der Name schon vermuten lässt,
wird dieser Tauchgang jeden Taucher bezaubern. Ein hervorragender
Platz für Strömungstauchgänge: man beginnt
den Tauchgang beim Wechsel der Gezeiten und lässt
sich gemeinsam mit Mantas und Schwärmen von Barrakudas,
vorbei an Unmengen von Hart- und Weichkorallen und grossen
Gorgonien, in der Strömung treiben.
Pig
Island & Barracuda Point - zwei weitere Tauchspots,
die die Träume von Fischliebhabern wahr werden lassen.
Markrelenschwärme, Tunfische (die grossen Dog Tooth
Tunas), Wasserschildkröten und natürlich Barrakudas
gibt es hier zu bestaunen.
Barracuda Point - macht seinem Namen alle Ehre! Fischschwärme
mit Hunderten von Barrakudas sind keine Seltenheit.
- Planet
Rock Ein Unterwasser-Berg (aus 600m Tiefe), wo sich
mit Vorliebe Hammerhaie tummeln. Dieser Korallenhügel
steigt einsam aus grosser Tiefe bis zehn Meter unter die
Oberfläche und ist den oft wechselnden Strömungen
ausgesetzt. Kein einfacher Tauchgang, dafür kann
man aber auch den grossen Raubfischen bei der "Arbeit"
zu sehen. Hammerhaie werden auf fast jedem Tauchgang hier
beobachtet.
- Henry
Leith - Kleiner Frachter überwachsen mit delikaten,
farbenprächtigen Weichkorallen und Farnen, Behausung
von Feuerfisch- Schwärmen! Ein Paradise für
den Unterwasser-Fotografen!
Tauchplätze der Kreuzfahrtschiffe (eine Auswahl)
Mit Tauchkreuzfahrtschiffen kommt man auch zu diesen Tauchplätzen
in der Hansa Bay und bei Bagabag Island. Manche Exkursionen
gehen auch nach Long & Crown Island, oder sogar bis
Manus Island.
Die Schiffe bringen Taucher zu dem Wrack "The Boston"
und den Tauchspots "The Quarry" und "The
Waterhole" an der Nordküste
Die
Boston liegt zwischen 30 und 40 Meter Tiefe auf
dem Meeresboden. Ein amerikanischer Minensucher, der kurz
nach dem 2. Weltkrieg bei den Aufräumungsarbeiten
gesunken ist. Man kann in die Kommandobrücke und
sogar in den Maschinenraum tauchen. Die elektrischen Kabel
der Boston hatten sich mit ihrem eigenen Propeller verheddert,
das Schiff trieb ohne Kraft durch die See, lief schliesslich
auf ein Riff auf und sank. Ein spektakuläres Wrack
zum Tauchen.
- The
Quarry sieht aus wie ein Steinbruch unter Wasser:
mit unzähligen Arten von Riff- und Tiefseefischen.
"The Waterhole": Der Eingang zu diesem Wasserloch
liegt hinter dem äusseren Barriere- Riff. Man schwimmt
kurz durch eine Höhle und kommt zu einer beeindruckenden,
steil abfallenden Korallenwand. Riff- und Tiefseefische
aller Arten und auch schwarze Korallenbäume gibt
es hier zu bewundern.
- Wer
auf einem Tauchkreuzfahrtschiff ist, kann eine Reise zur
Hansa Bay unternehmen, um an einigen von Papua
New Guineas schönsten, im flachen Wasser liegenden
Wracks tauchen zu können. Diese Wracks sind ideal
für Unterwasserfotografen - Gewehre zeigen noch in
die Himmelsrichtung, in die damals gerade geschossen wurde.
Die Wracks sind erstaunlich gut erhalten und mit spektakulären
Korallen bewachsen. Allerdings nur zu empfehlen, wenn
die Sichtverhältnisse gut sind, in der Regel von
Mai bis November.
- Bagabag,
Crown und Long Islands sind vulkanische Inseln mit
fantastichen Saumriffen. Das ist etwas für Grossfischfreunde.
Man kann hier starke Strömungen und "Fisch-Action".
erwarten. Die Inseln haben eine unübertroffene Unterwasserlandschaft
mit einer unglaublichen Vielfalt von marinen Lebens. Diese
Riffe sind relativ unberührt und werden nur von wenigen,
"priviligierten" Tauchern aufgesucht (Crown
Island ist ein National Park). Allein die vertikalen Riffwände
(300m), bei Bagabag sind mehrere Tauchgänge wert.
Manus
Island: Die Inselgruppen der unbewohnten "Purdy
Islands", und die südlichen Inseln vor Manus
sind absolut unberührte Riffe was Sporttauchen angeht.
Ausser ein paar Fischern mit ihren traditionellen Netzen
und Fischspeeren haben diese Riffe noch keinen nennenswerten
menschlichen Einfluss erlebt. Das Tauchen hier ist absolutes
Entdeckungstauchen. Sichtweiten von 40 Metern und mehr
sind hier keine Seltenheit!
Die Purdy Islands sind genau 4 Inseln: Rat, Bat, Mouse
und Mole Islands. Idyllischer geht es nicht mehr, türkisfarbenes
Wasser in traumhaften Lagunen. Ausserhalb der Lagunen:
Action pur: Strömungstauchen mit grossen Ammenhaien,
riesigen Barrakudaschwärmen. Auch Mantas sieht man
hier gelegentlich. Das ganze findet statt an wunderbaren
Korallenwänden, die unendlich in die Tiefe zu fallen
scheinen.
Andere Aktivitäten
Madang hat eine schönen, typischen südpazifischen
Markt. Ein sehenswerter bunter Markt mit tropische Früchten,
Gemüse aber auch Souveniers. Man kann hier die schönen
traditionelle Schnitzerreien (Masken und Statuen) einkaufen,
die aus der Sepik Region stammen.
Ein
Deuscher Friedhof liegt ganz in der Nähe des Marktes.
Es ist recht interessant die Grabsteine der alten Pioniere
anzuschauen.
Das Madang Cultural Centre sollte man auch besuchen. Man
bekommt einen kleinen Einblick in die verschiedenartigen
Kulturen PNG's.
Dorfbesuche in der Umgebung können organisiert werden,
auch Trekking Touren, für einen bis zu 4 Tagen kann
man dort machen.
Die 4-tägigen Touren gehen ins Hochland, bis nach
Goroka. Es geht durch beeindruckende wilde Natur, vorbei
an einigen Dörfern. Wir emfehlen aber die Tour eher
andersherum zu machen, ab Goroka, dann geht es nämlich
bergab statt bergauf!
Das Schiff Melanesian Discoverer bietet mehrtägige
Sightseeing Touren auf dem Sepik River an. Hier kann man
die die Schnitzerrein direkt von den Produzenten einkaufen
und denen auch bei der Arbeit zuschauen.
Tauchkreuzfahrten
Tauchresorts und Unterkunft
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