| Reiseziel
/ Papua Neuguinea
/ Milne Bay-Tufi
Die Milne Bay Provinz mit ihren unzähligen Inseln
(offiziell sind es 435, aber es gibt viel mehr) ist sehr
schwer nur in wenigen Worten zu beschreiben. Die regionale
Hauptstadt ist Alotau. Die Region liegt zwischen der Solomon
Sea und der Coral Sea: Der Wasseraustausch zwischen den
beiden Meeren spült die plangtonreichen Lagunen konstant
mit frischem Meerwasser, was wiederum optiomale Lebensbedingungen
für die tropischen Meeresbewohner bietet.
Milne Bay ist bekannt geworden für "Muck"-
Diving, ein Begriff für den es kein Deutsches Wort
gibt, deshalb hier eine Beschreibung.
Was ist "muck" diving?
Zerstossene Korallen, schwarze Lavastrände, Seegrasbetten
in Ufernähe, das sind die idealen Voraussetzungen.
Hier findet man die kleinen, getarnten und schreiend bunten
Meeresbewohner, von denen viele bisher nur in diesem Teil
der Welt gesichtet wurden. Geisterpfeifenfische, Panda Clownfische,
Mantis, Kakadu-Wespenfisch, seltene Muränen, Mimic
Oktopus
Das Tauchen nach den kleinen Schätzen
wird in der Milne Bay gross geschrieben.
Milne Bay ist eine ganzjährige Tauchdestination. Das
Wetter ist sehr unberechenbar, es gibt aber keine ausgeprägte
Regenzeit.
Die
Milne Bay besucht man am besten mit einer 7-10tägigen
Tauchkreuzfahrt. Hier gibt es eine gute Auswahl an Schiffen,
die alle in der Regel von Alotau aus fahren.
Tufi
liegt im Norden der Region an einem sehr schönen Küstenstreifen
mit hohen Felsenküsten und tiefen Fjords. Daher der
Name "Skandinavien der Tropen".
Die tiefen Fjorde bieten einen perfekten Lebensraum für
Jungtiere, Hart und Weichkorallen. Wir haben hier ein paar
sehr schöne Tauchgänge gehabt.
Tauchen ist hier das ganze Jahr über möglich,
die trockenen Monate sind in der Regel Juni bis Oktober.
Die beste Zeit zum Tauchen ab Tufi ist von Oktober bis April.
Anreise
Milne Bay ist im äussersten Südosten von PNG.
Milne Bay bezeichnet nicht nur die eigentliche Bucht vor
Alotau, sondern die gesamte Provinz mit allen Inseln. Die
Bevölkerungsdichte hier ist sehr gering, entsprechend
wenig menschlicher Einfluss ist im Ökosystem zu finden.
Getaucht werden kann überall, wo Riffe sind. Häufig
besucht wird die Gegend um Samarai im Süden, die abgelegenen
Inselgruppen im Osten (Louisiades), die Entrecasteaux Inseln
und die Nordküste der Hauptinsel an Cape Vogel vorbei
bis nach Tufi im Norden.
Nach Alotau (Flughafen Gurney) kommt man mit täglichen
Flügen aus Port Moresby. Der Flughafen ist 40 km ausserhalb.
Die Tauchkreuzfahrtschiffe richten Abfahrt und Rückkehr
nach den Flugzeiten. Die meisten Schiffe bieten einen kostenlosen
Transferservice zwischen Flughafen und Alotau an.
Tufi ist ein sehr kleines Dorf mit einer Graslandepiste
für kleine Flugzeuge. 3-4 mal pro Woche gibt es Flüge
aus Port Moresby mit MBA's zweimotorigen Fliegern. Bei kleineren
Gruppen kann man auch spezielle Charterflüge ansetzen.
In der Regel muss man vor und nach der Reise nach Tufi eine
Nacht in Port Moresby einplanen da die Flüge nur selten
mit internationalen Flügen Anschluss haben.
Das Tauchen
Mit Tauchkreuzfahrten kann man am Besten die unterschiedlichen
Tauchgebiete der Milne Bay erreichen. Man sollte 7-10 Tage
Minimum einplanen. In der Milne Bay gibt es seid Anfang
2005 ein klasse Tauchresort, das Tawali Resort ist nicht
weit von Alotau entfernt.
Auch Tufi hat ein sehr schönes Resort mit Tauchbasis.
Ab und zu beginnen oder enden hier auch Tauchkreuzfahrten.
Die Vielfalt an Meeresleben in Milne Bay ist ohne Gleichen.
Berühmt wurde die Gegend für die ersten Photos
des extrem gut getarnten Drachenalgenkopfs (Rhinopia aphanes
). Seitdem entecken Photographen und Taucher ständig
andere Tiere, die man wirklich nur bei sehr genauem Beobachten
enttarnen kann. Aber auch das "sonstige" Leben
am Riff und im blauen Wasser ist die weite Anreise Wert.
Observation Point, bei Normanby Island ist einer der besten
"Muck" Tauchplätze. Hier ist die Heimat für
Seepferdchen, Froschfisch, seltene Sandaale, "Blue
Ribbon" Aal und viele Arten von Clownfischen.
Ward Hunt, Moresby und Dawsons Strait bieten oft Gelegenheit,
um Delphine und Wale zu sehen. Im Süden von Milne Bay
gibt es eine besondere Attraktion, eine Manta-"Cleaning-Station".
Der zweite Weltkrieg hat viele Wracks hinterlassen, die
die ohnehin abwechslungsreichen Tauchplätze noch interessanter
machen.
Tauchplätze (eine Auswahl)
- China
Strait/Milne Bay: Der erste Europäer in der Milne
Bay war Kapitain John Moresby. Er gab China Strait den
Namen, da er hoffte eine kürzere Route für den
Weg von Australien nach China gefunden zu haben. Die Passage
ist ca. 2 km breit, 35-50m tief und hat bei Zeiten gewaltige
Strömungen. Erfahrene Taucher können hier sehr
aufregende Drifttauchgänge mit bis zu 5 Knoten Geschwindigkeit
machen. (Kameras bleiben da besser an Bord). Bei solch
einer Strömung ist natürlich auch viel Grossfisch
zu sehen. Am vorbeisausenden Grund der mit Weichkorallen
übersät ist, kann man mit flinken Augen auch
seltene Perlenmuscheln sehen.
Kathy's Corner/Milne Bay: Kathy's Ecke ist dagegen
beruhigend. Es ist ein flacher Riffwandtauchgang mit überwiegend
kleine Tieren, wenn man von den Schildkröten und
den Seekühen, die hier ab und zu gesichtet werden
einmal absieht. Besonders Nacktschnecken und Flachwürmer
in allen Farben und Formen können hier beobachtet
und fotographiert werden. Insbesondere der "Spanish
Dancer" wird hier regelmässig gesehen. Dies
ist ein beliebter Platz für Nachttauchgänge,
wenn auch die Krustentiere aktiv werden. Am Sandboden,
unterhalb der Riffwand, jagen die Feuerfische die kleinen
Kardinalfischchen, die in den Geweihkorallen Schutz suchen.
Manta
Cleaning Station/Milne Bay: Erst 1998 ist dieser Platz
von der Golden Dawn entdeckt worden. Hier werden regelmässig
(ausser bei Vollmond!) 3-6 Meter grosse Mantarochen beobachtet,
die sich beim "Tanz" um einen flachen Korallenbommie
die Schmarotzer von der Haut fressen lassen. Bevor Taucher
diesen Platz entdeckten, haben die Einheimischen schon
seit Jahrzehnten sehr grossen Respekt vor diesen Riesen
gehabt. Beim betauchen dieses Platzes wird sehr viel Sorgfalt
benutzt um die Tiere nicht zu beunruhigen.
Cyclone Reef/Tufi: Cyclone Reef ist eines der spektakulären
Riffe, die aus Tufi besucht werden. Ein Korallenatoll,
an dem der Tauchgang an einer 100 Meter tiefen Wand startet.
Nähert man sich deren Ende, wird die Strömung
recht stark und man erreicht einen Endpunkt wo man einfach
nur verweilen und die Fische beobachten kann, wie sie
in der Strömung "stehen": Haie, Barrakudas,
diverse Thunfische und vieles mehr. Auf 5 m Tiefe lässt
man sich dann zurück zum Boot treiben.
- Veale
Reef/Tufi: Dieser Tauchplatz bietet in derRegel überdurchschhnittliches
klares Wasser, wo Sichtweiten von 50 Metern keine Seltenheit
sind. Diese Steilwand ist wunderschön um Haifische,
Thunfische, Barrakudas und andere Jägerzu beobachten.
Verschiedene überhänge und Einschnitte in die
Riffwand sind ideale Verstecke für alle Arten von
Fisch. Im Flachen ist ein Riesenfeld mit Geweih- und Plattenkorallen.
Der 5 Minuten Sicherheitsstop wird hier meist bis zum
Erreichen der Luftreserve in der Flasche ausgedehnt (bei
28C Wassertemperatur).
Tufi
Wharf: Direkt dort wo das Tauchboot anlegt gibt es
erstaunliches zu entdecken Unterwasser. Im 2. Weltkrieg
gingen hier zwei amerikanische Nachschubboote unter. Man
sieht heute noch die Deckkanonen. Die eigentlich Attraktion
sind aber die kleine Tiere die hier zwischen Wrack und
Schrott einen sicheren Lebensraum finden. Insbesondere
viele Arten an Nacktschnecken werden hier beobachtet.
Stewart Reef/Tufi: Das ist Tufi's beliebtester Tauchplatz
bei Tag oder Nacht. Schöner Korallengarten im Flachen,
eine Steilwand an der einen Seite und ein Point der in
die Strömung ragt. Je nach "Tagesform"
kann man hier die unterschiedlichsten Tiere beobachten.
Wracktauchen
Milne Bay hat ein paar sehr gute Wracktauchgänge zu
bieten.
Black Jack ist eines der besterhaltenen B17 Flugzeuge im
Wasser. In etwa 48 m Tiefe direkt neben einer wunderschönen
Riffwand liegt dieses 30 m lange, viermotorige Propellorflugzeug.
Die Glasskuppel des Cockpits fehlt, die linken Rotoren sind
etwas verbogen, aber ansonsten ist alles intakt wie vor
über 60 Jahren.
S'Jacob ein holländisches Frachtschiff ist einer der
besten Wrack-Tauchgänge im Land. Allerdings liegt es
auf 55-60m und sollte nur von sehr erfahrenen Tauchern angegangen
werden.
Andere Aktivitäten
Milne Bay ist fernab vom organisierten Tourismus. Die meisten
Tauchkreuzfahrten machen Stops in Dörfern auf den Inseln,
wo man einen Einblick in die Inselkulturen bekommt. Das
Alotau International Hotel kann auch auf Anfrage Touren
in Dörfer und den Regenwald organisieren.
Tufi bietet hier bessere Möglichkeiten. Vom Resort
aus kann man mit lokalen Führern Wanderungen zu verschiedenen
Dörfern machen. Mit Kayaks kann man die Fjorde entlanggleiten
und Vogelliebhaber können die seltenen Bird of Paradise
beobachten.
Tauchkreuzfahrten
Tauchresorts & Unterkunft
|