Wewak ist eine kleine etwas verschlafene Stadt in den Tropen
mit einem kleinen Hotel und einem Flugplatz. Seine Bekanntheit
hat Wewak dem mächtigen Sepik Fluss zu verdanken und
natürlich der alten Kultur der Bewohner entlang des
gewaltigen Stroms. Hier ist der Ausgangspunkt für Exkursionen
auf dem Sepik oder auch für einige Tauchkreuzfahrten.
Die "Hermit Islands" und die Inseln der "Ninigo
Group" bieten unzweifelhaft fantastisches Tauchen.
Die exzellenten Tauchplätze bekamen Ruhm und Namen
durch Cousteaus Reise 1988 ("Cousteaus Papua New Guinea
Journey"). Das Gebiet gehört zu den abgelegensten
Tauchregionen in Papua New Guinea.
Als einziges Liveaboard Boot bietet Golden Dawn regelmässige
Tauchexkursionen an.
Durch die Nähe des Äquators sind die Gewässer
in dieser Region ganzjährig angenehm warm. Kaum besuchte
Inselgruppen, kleine Atolle mit einer enormen Artenvielfalt
an Marine Lebewesen und dazu noch eine grosse Anzahl an
Relikten aus dem 2. Weltkrieg, heben diese Tauchexkursionen
ins Feinste vom Feinen.
Die besten Monate in diesen Gewässern sind zwischen
Juni und September. Die Sicht ist durchschnittlich bei 30
Meter plus. An Spitzentagen kann man Sichtweiten bis 60
Metern haben.
Wassertemperaturen liegen bei 30 Grad. Ein Lycra oder dünner
Neoprenanzug reichen alle mal. Trotz Äquator Nähe
sind die Lufttemperaturen durchschnittlich angenehm. Eine
zumeist konstante Brise hält die Temperatur bei 30
Grad.
Anreise
Wewak liegt an der Nordküste von Papua New Guinea und
ist nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen. Flugzeit von
Port Moresby sind etwas mehr als 1 ½ Stunden. Täglich
bestehen Flugverbindungen zwischen Wewak, Madang, Mt. Hagen
und der Haupstadt Port Moresby.
Tauchen
Die momentan einzige Möglichkeit ist eine Tauchexkursion
mit der Golden Dawn, denn es gibt keine Tauchbasen an Land.
Die Tauchexkursionen führen zu sehr abgelegenen Inseln.
Die kleinen Inseln haben ausser unregelmässigen Bootsverbindungen,
keinen Kontakt zur Aussenwelt und leben ziemlich isoliert.
Die Welt ihrer Bewohner hat sich in den letzten Hundert
Jahren kaum verändert.
Im August und September ziehen regelmässig Orcas vorbei,
mit einem bisschen Glück sieht man vielleicht welche.
Natürlich kann man das nicht garantieren. Mit grosser
Wahrscheinlichkeit sieht man jedoch Delphine. Wer wünscht
sich nicht mit Hunderten von quirligen Delphinen zu schwimmen,
die munter hochspringen und im nächsten Moment wieder
ins Wasser tauchen. In der Nähe der Hermit Islands
wird ein Riff Pass nicht ohne Grund "Dolphin Pass"
genannt. Hier ist eine grosse Delphin Familie zuhause, die
gerne die Taucher beäugt und mit ihnen um die Wette
schwimmt. Have fun!
Hier bei Ninigo und Hermit Island findet man auch eine grosse
Artenvielfalt an Grossfischen, so z.B. Haie und Rochen.
Von den Rochen-Arten sind vor allen Dingen Adlerrochen,
Mantas und Stachelrochen in bemerkenswerte Grösse zu
entdecken.
Was man sich nicht entgehen lassen darf am Anfang oder
Ende des Tripps, ist die legendäre "India Maru",
japanisches Handelsschiff, das während dem 2. Weltkrieg
in den Gewässern bei Wewak gesunken ist.
Für viele Jahre blieb die India Maru unentdeckt auf
dem Meeresgrund. Erst in den späten achtziger Jahren,
haben die ersten Taucher das Wrack näher in Augenschein
genommen. Voll Abenteuer und Goldfieber-Lust wurde die India
Maru gründlich untersucht. Das Gerücht ging um,
dass das gesamte Gold des britischen Königreichs, das
die Japaner bei ihrer Eroberung von Singapore beschlagnahmt
haben, beim Untergang an Bord gewesen sein soll.
Die Taucher wurden diesbezüglich enttäuscht,
kein Gold! Dafür jedoch ein fantastischer Tauchplatz.
Das historische Wrack der India Maru ist wunderschön
mit Korallen bewachsen, hat sich völlig in die Landschaft
integriert und bietet ein zuhause für selten gesehene
Geisterpfeifenfische, Skorpion Fische und viele andere farbenprächtige
Riff Fische.
Andere Aktivitäten
Das kleine Küstenstädtchen Wewak liegt am nördlichen
Ende von Papua Neuguinea (Hauptinsel). Hier ist der ideale
Ausgangspunkt, wenn man den mächtigen Sepik River Fluss
befahren und die alte Kultur der Sepik People entdecken
möchte. Über 425 000 Menschen leben entlang dieses
gewaltigen Stroms. Man könnte sagen, der Sepik ist
der Amazonas Südostasiens. Die Menschen leben sehr
zurückgezogen von Subsistenz-Landwirtschaft und natürlich
vom Fischen, etc. Ihre alte Kultur bestimmt noch immer den
Tagesablauf.
Bekannt sind die wunderschönen Holzschnitzereien
der Sepiks, die überall in Dörfern bewundert werden
können. Auch die Architektur der Hütten, ganz
besonders dem Haus Tambaran (Haus wird tatsächlich
so geschrieben, denn viele Worte der Pidgin Umgangssprache
entstanden durch den Einfluss der Deutschen Kolonialzeit)
ist bemerkenswert und man ist überrascht über
die von der westlichen Zivilisation noch relativ unberührte
Kultur.
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