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Einen
"Kulturellen Schmelztiegel" könnte man das
heutige Malaysien nennen. Hier lebt eine Vielfalt von verschiedenen
ethnischen Gruppen und Kulturen, ein Paradebeispiel von
Multikulturismus. Dieser Schmelztiegel hat sich über
die letzten 150 Jahre entwickelt. Ganz grob gesagt, könnte
man Malaysia in zwei große ethnische Gruppen aufteilen:
erstens die Ureinwohner mit ihrer faszinierenden Kultur,
die als Bumiputera bezeichnet werden und zum Zweiten eine
große Gruppe der chinesischen und indischen Bevölkerung,
die mit ihren Sitten und Gebräuchen zu dem bunten Völkergemisch
beitragen.
Malaysien
ist ein multikulturelle Nation von freundlichen und warmherzigen
Menschen. Die Gesamteinwohnerzahl beläuft sich auf
17.9 Million Menschen. Davon leben 14.6 Mio auf dem Festland
Malaysias und 3.3 Mio. auf den Inseln Sabah and Sarawak.
Die islamische Religion ist zwar die Hauptreligion, doch
garantiert die Malaysische Verfassung ein Recht auf freie
Religion. Islam, Christentum, Hinduismus, Buddhismus, Taoismus
und Sikhismus, alle Weltreligionen sind vertreten. Man wird
überrascht sein, wie viele Moscheen, Tempel und Kirchen
im Lande zu finden sind. Bedingt durch die geographisch
strategische Position zwischen dem Indischen Ozean und dem
südlichen Chinesischen Meer, war Malaysia schon lange
ein bedeutender Knotenpunkt für Händler und Reisende,
ein "meeting place" zwischen West und Ost. Diese
strategische Bedeutung spiegelt sich in der aufregenden
Historie des Landes wider.
Malaysia
ist über 800km lang, ist im Zentrum gebirgig mit spektakulären
Kalksteingebilden und verläuft dann lang und schmahl
aus. Der östliche Teil Malaysias besteht aus den Borneo
Staaten Sarawak und Sabah. Die Gesamtfläche des Landes
beträgt ungefähr 329,000 qkm. Die hohe Regenfallquote
sorgt nicht nur für eine traumhafte tropische Landschaft,
das Land ist bestückt mit unzähligen Flüssen
und Gewässern.
Diese bezaubernde Schönheit des Landes hat in den letzten
Jahren den Tourismus boomen lassen. Für Taucher sind
die idyllischen Koralleninselchen im Südchinesischen
Meer vor Sabah & Sarawak, die größte Attraktion.
Wie komme ich hin
Malaysia's größter Internationaler Flughafen
ist Sepang, 50 km südlich von Kuala Lumpur. Direkte
Flüge gibt es zwischen Kuala Lumpur & Europe, Nord
Amerika, Australien, Neuseeland & fast allen Teilen
Asiens. Die meisten Touristen kommen über Sepang an
oder über Land von Thailand oder Singapore. Penang
bietet ebenfalls internationale Flüge. Vom Flughafen
Kuching in Sarawak und Tawau in Sabah sind Flugmöglichkeiten
von/nach Kalimantan (Indonesia).
Seit Australian Airlines Flüge von Cairns in Australien
nach Kota Kinabalu in Sabah anbietet, hat
man die tolle Möglichkeit zwei Tauchtripps, die auf
der "must do" Liste eines jeden Tauchers stehen,
Great Barrier Reef & Sipadan Island, zu kombinieren!
Klima
Malaysia hat so ziemlich das ganze Jahr über tropische
Temperaturen. Tagestemperaturen liegen um 32 C und nachts
22 C. Natürlich ist es etwas kühler in höheren
Lagen. Mit Regenfällen von 200-250 cm pro Jahr ist
zu rechnen. Je nach Reiseplanung muß entsprechende
Bekleidung mitgenommen werden.
Das Klima im Osten von Malaysien entscheidet sich deutlich
vom Westen. Der Osten bekommt zwischen November und Februar
voll den Monsoon ab. Dagegen ist der Westen durch die Barisan
Titwansa Bergkette geschützt. Die häufigsten Regenfälle
sind hier in den Monaten März und April. Borneo liegt
nördlich des Äquators (zwischen 1 - 8 Grad) und
ist entsprechend heiß und stickig das ganze Jahr über.
Kultureller
Hintergründe
Malaysien ist eine multikulturelle Gesellschaft, ein buntes
Gemisch von verschiedenen Kulturen: Malaien, Chinesen und
Inder leben nebeneinander. Die Malaien sind die größte
ethnische Gruppe. Sie sind Moslems, sprechen Bahasa, in
der Regel liegen die Geschicke des Landes in ihren Händen.
Die chinesische Bevölkerung umfasst etwa ein Drittel
der Einwohner Malaysiens. Sie sind Buddisten, Taoisten,
sprechen Hokkein, Hakka und Kantonese und dominieren mehr
in der Geschäftswelt. Die indische Bevölkerung
beläuft sich auf ca. 10%. Sie sind hauptsächlich
Hindu Tamils vom südlichen Indien und sprechen Tamil,
Malayalam und einige davon auch Hindi. Diese indische Bevölkerungsgruppe
lebt mehr in größeren Städten an der Westküste
des Malaysischen Festlands. Auch gibt es eine größere
Anzahl an Sikh Einwohnern. Eurasier und einige Stämme
von Ureinwohnern machen das Vielvölkergemisch perfekt.
Obwohl Bahasa in Malaysien die offizielle Sprache ist, wird
generell englisch gesprochen, wenn verschiedene Kommunen
miteinander sprechen. Erst kürzlich wurde englisch
als die Sprache der höheren Schulbildung erneut anerkannt.
Der
größte Stamm von Ureinwohnern ist der Iban von
Sarawak mit ca. 395.000. Sie leben entlang der Flüße,
Rejang und Baram in "longhouses". Die nächst
größere Gruppe sind die Bidayuh (107,000), sie
wohnen am Sarawak's Skrang River. Dagen leben die Orang
Asli (80,000) in kleinen verstreuten Gruppen auf dem Festland
Peninsular Malaysia. Traditionell sind sie nomadische Bauern,
doch viele sind heutzutage integriert in das moderne Leben
von Malaysien.
Wer
von einem Malaysian Kampung zu einer Gummi Plantage, die
von Indern betrieben wird, über Penang's Chinese kongsi
geht, hat das Gefühl innerhalb kürzester Zeit
durch 3 Nationen gereist zu sein. In Städten natürlich
wie Kuala Lumpur ist dies nicht so deutlich sichtbar. Hier
ist eine "grand melange", eine friedliche Co-existenz
von Menschen aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten.
z.B. hört man in einem Haus eine chinesische Oper spielen,
daneben treffen sich ein paar Moslems zum Gebet und im nächsten
Haus bereitet sich die Tochter des Haushalts auf den klassischen
indischen Tanzkurs vor.
Der
einfachste Weg, diese sehr komplexe Kulturvielfalt zu erleben
und zu verstehen, ist an Tagen der "offenen Tür",
bei religösen Festivitäten. An solchen Festtagen
darf man den "andern" in die Fenster gucken, man
wird mit eingeschlossen in die Gemeinschaft, man darf mitfeiern.
Dies gilt sowohl für die Nachbarn und als auch für
Touristen. Dieses Gefühl des "Dazugehörens"
bedeutet mehr als nur ein durchbrechen von kulturellen Barrieren
und Vorurteilen. Sie sind positive Attribute zu Malaysiens
Tradition der Toleranz.
Tauchen
Die
besten Tauchplätze Malaysiens sind bei Borneo. Die
Namen dieser Inseln sind ein "must-do", sie stehen
ganz oben auf der Rangliste der besten Divespots. Wer einmal
hier bei Sipadan, Kapalay und Layang Layang getaucht ist,
kommt schon allein beim Gedanken daran ins schwärmen.
Hier in Sipadan ist eine solche Artenvielfalt, dass man
nach einem Tauchgang schneller aufzählt, was man nicht
gesehen hat, als was man gesehen hat.
Es
gibt hier 11 markierte Tauchspots. Alle Tauchgänge
sind an Steilwänden. Im südlichen und östlichen
Teil von der Insel ist es jedoch möglich in flacherem
Gewässer zu tauchen. Sipadan ist klein, eigentlich
winzig. Tauchspots sind so dicht beieinander, dass man manchmal
an einem Tauchspot abtaucht und am anderen wieder auftaucht.
Hier ist eine kurze Beschreibung von einigen der Tauchspots:
Drop
Off - wird als der beste Strandtauchspot der Welt bezeichnet.
Nur 5-6m vom Strand, fällt eine Wand 800m in die Tiefe,
sie zählt zu den 5 besten Spots der Welt. Die Wand
bietet alles und noch mehr: verschiedenste Arten von Korallen,
Schildkröten, Feuerfische, Riff Fische in allen Formen
und Farben. Der Eingang in die TURTLE CAVERN ist ebenfalls
hier entlang der Wand in ca. 22 m Tiefe. Man darf so viele
Tauchen wie man möchte, auch Nachttauchgänge.
Bei Nachttauchgängen entdeckt man vielleicht den riesigen
Büffelkopf Papageienfisch (1½ zu 2 meters) schlafend
an der Wand.
Turtle
Cavern - Sipadan ist berühmt für seine Bewohner,
die Green Turtles und die kleineren, die Karettschildkröte.
Früher wurde spekuliert, dass die Caverne so eine Art
Mausoleum wäre und, dass die Tiere hierher zum Sterben
kommen würden. Allerdings gibt es eine viel plausiblere
Erklärung, vermutlich haben sich die Schildkröten
bei Nacht in der Caverne verirrt und sind dann ertrunken.
Daher nicht verwunderlich, dass Sipadan's Resort Operators
darauf bestehen , dass alle Taucher in Begleitung eines
lokalen Divemasters sind, die in das Labyrinth der Caverne
abtauchen möchten. Innerhalb der Caverne ist man dann
froh, dass man einen Local Guide dabei hat, denn die Skelette
von Besuchern, die ihren Weg nicht mehr nach draussen fanden,
lassen doch etwas frösteln selbst im tropischen Gewässer.
Tiefer in der Caverne haben seltene Fische, die sich dem
schwachen Licht angepasst haben, ihr zuhause.
Barracuda
Point - Ein fantastischer Tauchspot mit einer enormen Artenvielfalt.
Wie der Name schon andeutet, hier ist das Zuhause der Barrakudas
und damit auch Großfischaktivität. Mit Sicherheit
begegnet man großen Schwärmen von Barrakudas,
Grauen Riffhaien und Weißspitzen-Riffhaien. Die Schwärme
sind riesig, ein paar Hundert allemal. Die Strömung
ist super stark. Man muß auf der Hut sein. Es mag
keine Garantie fürs Tauchen geben, doch die Chance,
dass man sich urplötzlich in der Mitte eines Schwarms
von Barrakudas befindet, ist sehr groß. Barracuda
Point gehört zu Sipadan's besten Dive sites. Zwergpferdchen,
Nadelpferdchen etc. gibt es hier auch. Selbst die ganz seltenen
Schaukelfische, aussergewöhnliche, kleine Nacktschnecken
und natürlich auch Leoparden-Drückerfische, etc.
Tauchen
hier beginnt relativ tief bei 25 m plus und endet mit viel
Zeit auf ca. 8 m. Tauchen entlang der Wand ist einmalig,
ganze Schwärme von Büffelkopf-Papageienfischen
kreisen hier, Schildkröten, etc.. Selbst ohne Barrakudas
gehören die Dives hier zu den besten überhaupt...
Doch noch ist der Gedanke nicht zu Ende gedacht und man
ist plötzlich in einem Tornado von Barrakudas, mehr
als man mit den Augen aufnehmen kann. Man ist überwältigt
über diesen unvergesslichen Tauchgang. Ein Highlight
das so schnell nicht übertroffen wird. Kein Wunder
also, dass so viele Taucher nicht nur einen Eintrag von
"Barracuda Point" in ihrem Logbuch stehen haben.
You should have one too!
Dies
sind nur wenige Tauchspots die Sipadan zu bieten hat. Man
darf versichert sein, die anderen, Coral Gardens, White
Tip Avenue, Turtle Patch, South Point, Staghorn Crest, Hanging
Gardens, Lobster Lair, North Point und West Ridge sind ebenfalls
unvergessliche Tauchabenteuer.
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