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Reiseziele / Südostasien / Thailand

Buddhist temple ("Wat") in BangkokThailand, ein exotisches Königreich, in Südostasien, ist ein faszinierendes Land. Es ist sehr stark vom Buddhismus geprägt; freundliche Menschen und wunderschöne Tempel ziehen viele Reisende an. Geographisch liegt Thailand so ziemlich in der Mitte zwischen Indien und China. Für Jahrhunderte war Thailand von Fremden (Farangs) unter dem Namen Siam bekannt. Das Land war ein Sammelplatz von Wanderern und Umsiedlern, ein Knotenpunkt Südostasiens von Kulturen und Religionen.
Mit einer Fläche von 517 000 qkm ist Thailand etwas kleiner wie der Bundesstaat Texas in USA oder um europäische Vergleiche anzustellen: es hat etwa die Größe von Frankreich. Die geografische Form des Landes kann mit dem Kopf eines Elefanten verglichen werden. Der lange "Rüssel" reicht bis zur malaysischen Halbinsel. Bangkok ist natürlich das Zentrum Thailands. Es liegt ungefähr auf dem 14. Breitengrad, auf gleicher Höhe wie Madras, Manila, Guatemala City und Khartoum.

Die längste Nord-Süd Distanz des Landes ist ungefähr 1860 km. Bedingt durch die Form sind die Entfernungen in andere Richtungen nur 1000 km oder sogar weniger. Thailand kann mit den verschiedensten Klimazonen aufwarten, die Nord-Süd Distanz zieht sich bis ungefähr zum 16. Breitengrad. Die Küstenlinie des Golf von Thailand ist einmalig in der Welt, über 2710 km Strand, Felsenküsten und Sumpfgebiete. Hunderte von kleinen Inseln säumen die Küsten von Thailand und auch Malaysia. Ein faszinierendes Inselmeer mit nur wenigen, touristisch erschlossenen Inseln. Die Tiefe in der Gulf Region liegt zwischen 30 - 80 Metern.


Tauchkreuzfahrten

 

Anreise
Bangkok und der andere Hauptanflughafen, Phuket, werden täglich mehrfach von verschiedenen Fluggesellschaften angeflogen. Weltweite Verbindungen in alle Himmelsrichtungen sind vorhanden. Man wird sicherlich kein Problem haben, um nach Thailand zu kommen. Von Bangkok kommt man auch mit direkten Flügen in alle Welt weiter.

Klima
Thailand, Koh-SamuiThailand's Klima wird vom Monsoon bestimmt. Es gibt 3 Jahreszeiten im Norden, Nordosten, Osten und Zentral Thailand. Im südlichen Teil Thailands gibt es nur 2 Jahreszeiten. Die 3 Jahreszeiten Zone erstreckt sich ungefähr von Thailands nördlichster Region bis Phetchaburi Provinz auf der südlichen Halbinsel. Hier herrscht das "dry and wet monsoon" Klima mit heftigen Regenfällen und Stürmen, welche der Südwest Monsoon zwischen Mai und Juli mit sich bringt.
An der Westküste dagegen, dauert der Monsoon bis November. Dann folgt die Trockenzeit von November bis Mai. Man kann also sagen, das südliche Thailand hat nur zwei Jahreszeiten, eine Regen- und Trockenzeit, mit nur geringfügigen Temperaturunterschieden. Die Trockenzeit, die an der Westküste von November bis Mai dauert, ist an der Ostküste von März bis November.

Mit Ausnahme der Berge im Norden und dem Khorat Plateau an der Nord-Ost Küste, hat Thailand tropisches Klima, hohe Luftfeuchtigkeit, durchschnittlich 66% bis 82%, abhängend von den jeweiligen Jahreszeiten. An heißen Tagen steigen die Temperaturen während der Trockenzeit sehr häufig bis zu 39 - 40 C und kühlen auch nachts nur wenig ab. Dagegen können während der kühleren Jahreszeit in Chiang Mai die Temperaturen Nachts bis zu 10-13 C fallen. Wer zu dieser Jahreszeit in den Norden reist, tut gut daran entsprechende Bekleidung im Gepäck mitzunehmen.


Kultureller Hintergrund

Thailand, floating marketViele der Feste und kulturellen Veranstaltungen haben religöse Hintergründe, die buddhistischen Rituale und oder auch die der Brahmanen, sie alle folgen dem Mondkalender. Neujahr, "Songkran" wird Mitte April gefeiert. Um Mönche und Ältere zu ehren, wird Wasser über die Hände und in die Luft gespritzt, sinnbildlich der "Badende Buddha". Die "Wasserschlacht" Zeremonie ist mit viel Spass verbunden, wer nicht naß werden will und ein Spielverderber ist, bleibt am besten auf seinem Zimmer!
Das Pflanzen von Reis ist ebenfalls Grund genug Festivals abzuhalten. Die Aussaat und noch stärker das Ernten des Reis sind bedeutende Feste im Leben der Thais. Selbst der König nimmt an diesen Aktivitäten teil z.B. zum Auftakt der Aussaat Anfangs Mai wird ein großes Fest nach historischen Brahman Ritualen gehalten. Ebenfalls im Mai ist im Nordosten des Landes das großartige Rocket Festival. Mit einer Mischung aus Bambus und Schießpulver wird viel Krach gemacht um den Himmel günstig zu stimmen, dass für die neue Reisanbau Saison viel Regen geschickt wird.

Überall finden während der Reiserntezeit zwischen September und Mai freudige, lustige Feste statt. Ende September - Anfang Oktober gibt es in Phuket und Trang ein besonderes Vegetarisches Festival. Chinesische Buddhisten essen für neun Tage lang nur vegetarische Mahlzeiten. Umzüge bzw. Prozessionen sind ein wichtiger Bestandteil der Festivals. Thais, Chinesischer Abstammung zelebrieren natürlich auch viele Feste in ihren Tempeln.


Ein Festival besonderer Art ist "The Elephant Roundup" in Surin im November. Die Riesen spielen bei dieser Veranstaltung Fußball! Nach der Regensaison (üblicherweise im November) ist das Loi Krathong Festival, das ebenfalls einen hohen Beliebtheitsgrad unter der Bevölkerung genießt. Kleine schwimmende Gestecke mit brennenden Kerzen werden aufs Wasser gesetzt, sie sollen Glück bringen für das kommende Jahr.

Die ursprüngliche Kultur Thailands, ist wie es auch in anderen asiastischen Länder der Fall ist, durch fremde Kulturen beeinflusst worden. Ein Glück, dass diese Einflüsse Thailands Kultur nur am Rand gestreift hat, ursprüngliche thailändische Kultur bleibt dominierend, selbst in modernen Großstädten. Obwohl Thais oftmals als ein lustiges, glückliches, leichtlebiges Völkchen bezeichnet werden (was sie in Wirklichkeit auch sehr oft sind) sind sie durchaus auch stolz und charakterstark. Der Stolz, das einzige Land Südostasiens zu sein, das nicht unter europäischer Kolonialherrschaft war, ist eindeutig sichtbar und ist tief eingebettet in die nationale Psyche.

Tauchen
Thailand's beste Tauchregion ist an der Westküste. Die meisten der Liveaboard Schiffe fahren zu den Similian Islands, the Andaman Sea, Richlieu Rock, Hin Daeng, Mergui Archipelago und Burma Banks mit deren Basis in Phuket.


Similan islands - Die Similan Islands liegen ca. 100 km nordwestlich von Phuket. Neun Granit Inseln bedeckt mit tropischem Dschungel ragen aus dem klaren, blauen tropischen Meer. Unzählige traumhafte Bilderbuch-Sandstrände säumen die Ufer. Der Name "Similan" kommt von einem malayischen Fischer, ganz einfach die "neun Inseln", da "sembilan" auf malayisch neun bedeutet. Somit sind auch die einzelnen Insel mit dem Zahlensystem leicht identifizierbar. Ko Huyong (Island #1) liegt am südlichen Ende der Inselkette. Die Inseln haben National Park Status und stehen unter staatlichem Schutz. Die National Park Authority hat auf zwei der Inseln ihre Niederlassungen, mit permanenter Besetzung: Ko Similan (Island #8) die größte der neun Inseln und Ko Miang (Island #4). Auch die königliche Familie hat sich erst kürzlich für die Erhaltung der Inseln eingesetzt und setzt damit positive Signale für die traumhaften Inseln sie für spätere Generation zu schützen und sie zu bewahren.

Elephant Head Rock gehört zu den "famous" Tauchspots der Similians. Der Name kommt von einer Gesteinsformation. Drei riesige Felsblöcke ragen aus dem Wasser. Der größte der Felsen sieht einem Elefantenkopf ähnlich. Unter Wasser herrscht unglaubliche Aktivität; ein riesiges Aquarium und die Felsen bilden eine Art Amphitheater. Fische und Korallen leuchten in allen Regenbogenfarben. Die Felsen haben viele kleine und noch mehr große Tunnel, man kommt unweigerlich in Versuchung durchzuschwimmen und wird auch belohnt für die "mutige" Tat. Die Felsvariationen sind so vielseitig, man kann nicht genug davon bekommen. Man gleitet von einem Highlight zum andern. Dass sich am Elephant Head Rock auch Hunderte verschiedener Meerestiere wohlfühlen, ist keine Frage. Der Tauchspot wurde nicht umsonst zu den besten Dive Sites der Similians gekürt. Mit zu den sicherlich tollsten Attraktionen, außer der aufregenden Unterwasserkulisse, gehören auch die Mantas die elegant wie "fliegende Teppiche" dort entlang gleiten.


Christmas Point - Von allen Tauchspots um Similian ist Christmas Point der dramatischste. Teil I des Tauchgangs beginnt man am besten auf 24 m Tiefe. Ein "Meer" von Weichkorallen und Gorgonien, so weit das Auge reicht. Fisch-Aktivität ist hier gigantisch, kein Wunder bei dieser wunderschönen "Spielwiese". Schwärme von Trevallys lungern herum und jagen kleinere Fische. Leopardenhaie warten ruhig im Sand bis das Frühstück vorbei huscht. Die Zeit vergeht viel zu schnell und dabei gibt es noch mehr Highlights am Ende des Tauchgangs. So z.B. wenn man nahe bei der Insel die bizarren Felsformationen entdeckt in deren natürlichen Tunnellabyrinths und Überhängen Großfische "Siesta" halten.

Richelieu Rock- Wer bisher noch nicht so begnadet war einen Walhai zu sehen, hat hier eine gute Chance. Richelieu Rock ist einer der besten Tauchplätze in Thailand, und einer der wenigen auf der Welt wo Walhaie regelmässig gesichtet werden. Doch selbst dann, wenn einem dieses Glück nicht vergönnt sein sollte, hat dieser Tauchspot auch dem erfahrensten Taucher aufregendes zu bieten. Fantastsiche Korallenformationen, von kurz unter der Wasseroberfläche bis in eine Tiefe von 35 m machen duesen tauchgang zu etwas besondern. Man vermutet, dass hier über 300 verschiedene Korallenarten zuhause sind. Für kleine Raritäten wie Geisterpfeifenfische, Seepferdchen und seltene Nackschnecken ist hier ein Eldorado.

Mergui Archipelago & the Burma Banks - Mergui Archipelago & the Burma Banks - Die Burma Banks, eine Reihe von Unterwasserbergen, mit einem eben Plateau, liegen ca. 180 km nordwestlich der Similan Islands. Hier sind Tiefen von über 350 m, doch sind auch viele Tauchspots, die für Recreational Tauchen geeignet sind. Diese 1500 qkm große Meeresfläche, Burma Banks, bekam ihren Namen von Burma her, es liegt innerhalb der exklusiven ökonomischen Zone Burmas. Dass dies absolutes Adrenalin Tauchen nicht gerade für Anfänger ist, ist keine Frage.

Diese Unterwasserberge, übersät mit unglaublichen schönen Hartkorallen, sind langsam aus der Tiefe zur Wasseroberfläche gewachsen. Zwischendrin gibt es große Flächen mit Sand. Allein schon diese fantastischen Hart- und Softkorallen sind eine Reise so weit von der Küste entfernt wert. Großfischliebhaber und Haifanatiker sind hier am ausflippen. Die meisten Boote verbringen mehr Zeit im Mergui Archipelago, das näher der Küste liegt, als den Banks. Das Tauchen ist dort ebenfalls weltklasse. Graue Riffhaie sind auf Wanderschaft von den Burma Banks. Der Vorteil hier liegt auf der Hand, man hat kürzere Anfahrtzeiten und vor allen Dingen sind die Strömungsverhältnisse besser. Auch nicht so ganz erfahrene Taucher haben die Möglichkeit Tauchen vom feinsten zu erleben.

In beiden Tauchgebieten ist der Ammenhai, der über 3m Länge haben kann, am meisten verbreitet. Ammenhaie schwimmen frei "nose-to-tail" graziös über dem Riffdach. Weißspitzenhaie und Silberspitzenhaie tummeln sich ebenfalls hier. Ein wachsames Auge in Richtung "blauer, weiter Ozean" ist zu empfehlen. Riffische sind an diesen Tauchspots eher in "Großausgabe" sichtbar. Große Süsslippenfische und gelegentlich Brummer von Zackenbarschen gehören zu den üblichen Highlights hier. Wer mit "Drift-Diving" noch nicht viel Erfahrung hat, wird dies hier schnell lernen. Strömungen können recht trickreich sein. Die Richtung kann sich relativ schnell ändern z.B. von 90º to 180º. Es ist durchaus normal, dass man über einen km in eine bestimmte Richtung getrieben wird und man glaubt eine Punktlandung zu schaffen. Weit gefehlt, die Strömung hat zwischenzeitlich gedreht und man landet plötzlich in einer anderen Himmelsrichtung. Doch keine Bange, alle Tauchveranstalter haben strikte Sicherheitsregeln. Die sind natürlich von Boot zu Boot unterschiedlich, doch grundsätzliche Regeln wie z.B., dass jeder Taucher mit einer "safety sausage" (Sicherheitsboje), Trillerpfeife oder anderer Art von Sicherheitsausrüstung um Signale geben zu können, ausgerüstet ist, gelten hier überall.
Vom Schiff und /oder vom Beiboot aus werden die Taucher, die im Wasser sind ständig verfolgt. Das Schiff folgt den Luiftblasen der Taucher, die dann dort wo sie landen wieder eingesammelt werden. Buddies haben strenge Anweisungen zusammen zu bleiben. Auf manchen Booten sind Buddies in vierer Gruppen. Diese strengen Regeln leuchten jedem ein. Es wäre fatal, wenn man sich so weit draussen vom Tauchboot entfernen würde.

 
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