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Wie
Susan zur Walforscherin wurde - Karriere einer ehemaligen
Diversion-Kundin
Diese
Geschichte ist wie aus dem Bilderbuch und MUSS einmal geschrieben
werden! Susan Sobzick aus Berlin ist eine ehemalige Kundin
von Diversion Dive Travel und lebt heute in Townsville,
wo sie an ihrem Doktortitel arbeitet. Hier in Australien
nennt man sie "Susan, the Minke Girl".
Es war der Traum von Susan's Vater, einmal am Great Barrier
Reef zu Tauchen. Das bekam er dann 2000 als Geschenk von
Susan's Mutter. Susan hat alles organisert und sich im Internet
auf die Suche gemacht. Hier fand sie unsere Website mit
vielen Trips am GBR. Per email fragte sie bei uns an und
wir haben Ihr die Undersea
Explorer (UE) ans Herz gelegt. Susan war gleich sehr
interessiert an der Kombination Forschung und Tauchen, was
die UE anbietet.
Damals wusste noch niemand, was einmal daraus soviel mehr
werden wuerde!
Als
Dirk und ich 2004 auf der UE waren, trafen wir Susan wieder,
sie arbeitet gerade an Ihrer Diplomarbeit. Stundelang hielt
sie es im Wasser aus, mit Ihrer Videokamera, um die Minkwale
zu dokumentieren und ihre Groesse exakt zu bestimmen. Wenn
alle schon frieren und sich mit heissem Tee aufwaermen,
geht die Arbeit fuer Susan erst richtig los. Sie ist meistens
die erste im Wasser und die letzte, die wieder drausen ist.
Nachts sitzt Susan am Computer um die Daten zu sortieren
und individuelle Wale zu erkennen. Dabei wird Sie von Dr
Alastair Birtles unterstuetzt, ihr australischer Doktorvater
und der nette Teamleader des Minkwalprojekts.
Auch dieses Jahr (im Juni 2006) war sie wieder an Bord,
als wir unseren zweiten Minkwaltrip machten. Da kam mir
die Idee, ein Interview mit ihr zu machen, wozu sie bereit
war:
 C
(Claudia): Als wir damals Deine Reise gebucht haben,
wussten wir nicht,dass Du ueber ein Meeresbiologie-Studium
nachgedacht hast. Oder hat sich das erst waehrend des Trips
ergeben?
S
(Susan): Nein, ich musste mich damals zwischen Meeresbiologie
und Mikrobiologie entscheiden.. Ich bin nach Rostock gegangen,
weil man dort Meeresbiologie als Hauptfach machen konnte
und ich das in Erwaegung zog. Damals gefiel mir Mikrobiologie
besser, aber ich war unentschlossen. Bevor ich mich entschied,
wollte ich erst mal sehen, was Meeresbiologie so ist. Deshalb
war Undersea Explorer fuer mich das Boot der Wahl.
C:
Susan, weisst Du noch was die Forschungsthemen waren, als
ihr 2000 alle zusammen auf der Undersea Explorer wart?
S:
Ja. der erste Trip war ein Osprey Reef Shark Research Trip,
der zweite war "Cephalopod Research", mit Mark
Norman an Bord, der hatte waehrend des Trips eine neue Octopusart
entdeckt. Das war sehr spannend!
C:
Was hat Dich so sehr an diesen Trips fasziniert, dass Du
Dich fuer Meeresbilogie entschieden hast?
S:
Ich war vorher noch nie mit Meeresbiologen in Kontakt, und
auf einmal sah ich all die Dinge die ich nur aus dem Fernsehen
kannte live! Die Forscher an Bord waren wirklich faszinierende,
charismatische Leute. Der UE Trip hat mir gezeigt, was Meeresbiologie
sein kann: Nicht nur Heringe zaehlen und Naehrstoffgradienten
in der Ostsee messen, sondern echt spannende Sachen!
C:
Wie ging es danach weiter bei Dir?
S:
Nach dem Grundstudium habe ich ein Jahr Auszeit genommen
und bin nach Australien gegangen. Ich bin rumgereist, habe
fuer verschieden Firmen gearbeitet, unter anderem fuer dieUE
als Unterwasserfilmer fuer das Minkwalprojekt. Das hat mir
extrem gut gefallen, und in den darauffolgenden Jahren bin
ich immerwieder fuer die Saison gekommen. 2004/05 arbeitete
ich dann an meiner Diplomarbeit mit dem Titel 'Underwater
Videogrammetry and its Application to Estimate Body Lengths
of Dwarf Minke Whales in Great Barrier Reef Waters'
C:
Wie bist Du "auf den Wal" gekommen. War das weil
UE Dir den Job als Videographer angeboten hat, oder warst
Du eh an den Walen interessiert?
S:
Ich wollte mich eigentlich nicht auf Meeressaeuger spezialisieren.
Ich wollte den Interessen meines Vaters folgen und mich
auf Haie und Rochen konzentrieren. Aber dann habe ich meinen
ersten Wal unter Wasser gesehen und war einfach ueberwaeltigt.
Es war Liebe auf den ersten Blick.
C:
Wie hast Du es dann geschaft, dass Du weiter an dem Projekt
mitarbeiten konntest?
S:
Ich habe mich fuer ein australisches Stipendium beworben,
und es auch bekommen. Ich wollte so gern weiter in dem Projekt
mitarbeiten. Seit dem ich das Stipendium habe, lebe ich
in Townsville und arbeite an meinen PhD, Thema ist "Dwarf
Minke Whale Biology and Implications for Tourism Management".
Meine Supervisors sind Dr. Alastair Birtles und Prof Helene
Marsh. Was also als ein Urlaub begann, hat mein Leben entscheident
geaendert und mir ungeahnte Moeglichkeiten gegeben.
C:
Vielen Dank Susan! Wir sind sehr gluecklich darueber, dass
wir Dich damals auf die Undersea Explorer gebucht haben
und damit zum Teil Deiner Geschichte wurden! Alles Gute
fuer Dich und die Minkewale!
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